Animal Equality demonstriert gegen Stopfleberverkauf bei dem Kadewe (Berlin)

Seit Anfang April 2013 hält Animal Equality alle zwei Wochen auf dem Wittenbergplatz vor dem KaDeWe eine Mahnwache ab, um die Passantinnen und Passanten über das Leiden der Enten und Gänse in der Stopfleberindustrie aufzuklären und Unterschriften zu sammeln für eine Petition an das KaDeWe, Stopfleber aus dem Sortiment zu nehmen.

Zentrales Kernelement jeder Mahnwache bilden 20-25 Aktivistinnen und Aktivisten, die im stummen Protest großformatige Bilder vor sich halten, auf denen die entsetzlichen Lebensbedingungen der Tiere abgebildet sind. Diese Aufnahmen entstanden bei Recherchen von Animal Equality in verschiedenen Stopfleberbetrieben.

Einige Aktivistinnen und Aktivisten von Animal Equality informieren bei jeder Mahnwache im direkten Gespräch über die Hintergründe der Aktion und verteilen Flyer. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich an einem Informationsstand über weitere Kampagnen von Animal Equality zu informieren oder sich über den Kauf von Buttons oder T-Shirts mit der Tierrechtsorganisation zu solidarisieren.

Für die Herstellung von Stopfleber werden die Enten und Gänse zwangsernährt, bis ihre Leber auf das 10-Fache ihrer normalen Größe anschwillt. Die Tiere erleiden mehrmals täglich eine schmerzvolle Prozedur, bei der ein Metallstab in ihre Speiseröhre gestoßen und ihr Magen mit großen Mengen Mais gefüllt wird. Das Mästen verursacht starke Schmerzen und die Tiere erleiden nicht selten schwere Verletzungen. Im Alter von 3- 4 Monaten werden sie dann, nicht selten bei vollem Bewusstsein, getötet.

Das KaDeWe entschließt sich trotz des Tierleids weiterhin bewusst für den Verkauf von Stopfleber. Animal Equality wies die Geschäftsleitung in einem offenen Brief auf die Tierqualen hin und forderte den Verkaufsstopp des Produkts. Doch trotz offenem Brief, Gesprächsersuche sowie regelmäßiger Plakataktionen vor dem Warenhaus, war die Geschäftsleitung zu keiner Stellungnahme bereit.

Die heutige Aktion sehen wir als Erfolg an. Viele Passanten blieben schockiert stehen, verfolgten die Rede einer Aktivistin oder informierten sich am Informationsstand. Sowohl für Teilnehmende als auch Außenstehende war die Aktion sehr emotional und bewegend.

Wir hoffen, dass immer mehr Menschen sich bewusst werden, dass Tiere genau wie wir die Fähigkeit haben zu fühlen und Schmerzen zu empfinden und sich für eine Lebensweise entscheiden, für die niemand leiden oder sterben muss.