Keine Stopfleber mehr in Dänemarks Supermärkten

Erfreuliche Nachrichten aus Dänemark: Am Donnerstag wurde bekannt, dass nun auch SuperBest, die letzte Supermarktkette in Dänemark Stopfleber aus ihrem Sortiment genommen hat. Die Verantwortlichen reagieren damit auf den Vorwurf der Tierquälerei und das Produkt nicht länger zu verkaufen.

Schon seit Jahren weisen verschiedene Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen auf die erschreckenden Qualen, die die Enten und Gänse in dieser Industrie erleiden müssen hin. Grund dafür ist, dass bei der Herstellung von Stopfleber - auch bekannt als Foie Gras - den betroffenen Enten und Gänsen mehrmals täglich mit einem Metallrohr gewaltsam große Mengen einer zähen Masse, bestehend aus Mais, Kraftfutter und Fett, in den Magen "gestopft" wird. Nicht selten hat dieses brutale Vorgehen schmerzhafte Folgen für die Tiere. Einige überleben diese Tortur nicht und erliegen ihren Verletzungen noch vor der eigentlichen Schlachtung.

In Dänemark wurde die Diskussion über Tierschutz in jüngster Zeit wieder vermehrt geführt. Nun tragen die anhaltenden Proteste Früchte: Ein Vertreter der Supermarktkette SuperBest sagte, dass aus Sicht des Tierwohls der Verkauf von Foie Gras nicht länger zu rechtfertigen sei. Bis zum vergangenem Donnerstag verkauften noch circa 10 bis 20 der insgesamt 92 Filialen der Supermarktkette Stopfleber.

Der Verkaufsstopp von Stopfleber in Dänemark ist ein Erfolg für den Tierschutz und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Dennoch besteht noch immer Handlungsbedarf: in Deutschland, zum Beispiel, ist die Produktion zwar verboten, der Verkauf jedoch weiterhin legal. Hauptproduzent von Foie Gras ist Frankreich; dort gilt die umstrittene Delikatesse als nationales Kulturgut.

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